über die Orgel

Die Kuhn-Orgel des Neumünsters wurde 1872 in der Alten Tonhalle am Sechselläutenplatz aufgebaut und kam 1895 in die Neue Tonhalle. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie stetig vergrössert und umgebaut, bis sie 1986 einem neuen Instrument weichen musste. Durch das Engagement von Ursina Caflisch (Neumünsterorganistin 1980-2014) konnte sie 1994 im Neumünster eine neue Heimat finden. Dabei wurden Pfeifenmaterial und Prospekt übernommen. Die Mechanik, Elektrik und der Spieltisch wurden neu gebaut. Sie hat 52 Register und drei Manuale, die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch.
Die Alte-Tonhalle-Orgel zeichnet sich durch einen besonders feinen Klang aus. Die besonders vielen, aus der romantischen Klangästhetik kommenden Grundstimmen lassen feinste Nuancen im Pianobereich zu. Gleichzeitig hat sie durch eine präsente Zungenbatterie beträchtliche Kraft. Es lässt sich sowohl solistisch, als auch als Kammermusikinstrument einsetzen. Insgesamt ist es ein Instrument, das seine Herkunft aus einem Konzertsaal erkennen lässt und einem Orchester fast ebenbürtig ist.
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